Rückblick auf Veranstaltungen

im Nachbarschaftshaus


24. Oktober 2019
Gelungene Vernissage der digitalen Bildbearbeiter „Die Fotodocs“

Am 24. Oktober 2019 war es endlich soweit - die kahlen Wände des Flurs in der 2. Etage des Nachbarschaftshauses erhielten ein facettenreiches neues buntes Gesicht.
Interessierte Gäste und Senior*innen folgten der Einladung zur Vernissage in den Fluren der Seniorenbegegnungsstätte im Nachbarschaftshaus, um 21 ausgewählte Fotografien zum Thema „Die Natur im Wandel der Jahreszeiten“ der digitalen Bildbearbeiter „Die Fotodocs“ zu bestaunen. Immer 14-tägig am Donnerstag treffen sich acht Hobbyfotografen zur digitalen Bildbearbeitung (Ansprechpartnerin ist Frau Karin Böhme - im Bild unten rechts erklärt sie eine der Arbeiten der "Fotodocs). Störende Hintergründe, Farbverfälschungen, falsche Bildgrößen und Positionen sowie abgeschnittene Details vermitteln einen schlechten Eindruck, deshalb werden viele Landschaftsbilder digital aufgehübscht.

Gedankenaustausch, beispielsweise wie man Bilder kontrastreicher bekommt, und Bestaunen der großartigen digitale Fähigkeiten, die sich die Hobbyfotografen im Laufe der Zeit angeeignet haben, waren bis zur Nachmittagszeit – bei Sekt und Kaffee – untrügliche Zeichen für eine rundum gelungene Ausstellungseröffnung.
Noch bis zum Frühjahr 2020 ist die Ausstellung in der Seniorenbegegnungsstätte zu sehen.

Silke Tews

Gemeinsames Kochen

21. Oktober 2019
Viele Köche verderben nicht immer den Brei!

Gekocht und gegessen wird in allen Ländern, nur nicht immer das Gleiche. „Ich koche was, das du nicht kennst“ ist eine lockere Veranstaltungsreihe des Nachbarschaftshauses im Ostseeviertel, das Einheimische und Geflüchtete aus unterschiedlichen Ländern zusammenbringen will. Man lernt sich kennen, erprobt unterschiedliche Gerichte und Zubereitungsarten und übt sich gemeinsam in der deutschen Sprache.
Am 21. Oktober 2019 trafen sich Marwa Alsaed Hasan, Kawthat Sheik Shok und Nastrin aus Syrien sowie Hanan Aldleme aus dem Irak um ihre erste deutsche Kartoffelsuppe zu kochen. Unter der Anleitung von Martina Hellmich, Projektleiterin zweier Projekte für Geflüchtete des VaV, wurden fleißig Kartoffeln geschält, Gemüse zerkleinert und Pilze geputzt.
Alle Frauen lernen zurzeit eifrig deutsch an der Volkshochschule und möchten alsbald wieder in den Berufen arbeiten, die sie erlernt haben. Je besser ihre Deutschkenntnisse sind, umso größere Chancen haben sie, wieder als Krankenschwester, Kosmetikerin, Schneiderin oder Köchin zu arbeiten. Es wäre schön, wenn sich mehr Nachbarinnen aus Höhenschönhausen beteiligen würden, um eigene Kochtipps weiter zu geben, Neues zu erfahren und zu kosten und vor allem ins Gespräch zu kommen.
Wer dazu seine Kinder unter 6 Jahren mitbringen möchte, ist herzlich willkommen.

Elfi Sinn

Gemeinsames Kochen

16. Oktober 2019
Bauen in Hohenschönhausen - ein kontroverses Thema beim PlattenTALK

Die Stadträtin für Stadtentwicklung Birgit Monteiro und der Prokurist der Howoge Stefan Schautes haben während des PlattenTALKs im Dünenpavillon des Nachbarschaftshauses Visionen entwickelt von U-Bahnen und gemeinsam gutem Leben im Stadtteil. Hinterher stellten sie sich aber genauso intensiv den Fragen des Moderators Falk Schneider und denen aus dem Publikum.
In gewohnt gemütlicher Atmosphäre wurde beispielsweise über die Bebauung rund ums Cinemotion gesprochen und über die Unterschiede von Bauen nach §34 Baugesetzbuch (Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile) sowie die Erstellung eines Bebauungsplans. Potentiale wurden erörtert und Stolpersteine aufgezeigt.
Die Gäste gingen mit neuen Erkenntnissen und vielleicht auch ein bisschen mehr Verständnis füreinander nach Hause und Birgit Monteiro und Stefan Schautes mit Arbeitsaufgaben, um auch noch nicht beantwortete Fragen zu klären.

Beate Janke

Plattentalk im Dünenpavillon

27. September 2019
Mexiko ganz nah oder wie man Chihuahua schreibt

Die Besucher*innen fühlten sich am 27. September im Dünenpavillon nach Mexiko versetzt. An diesem Abend sollte sich ja auch alles in der Reihe "Wir gehen Fremd" um das nordamerikanische Land drehen. Farbenfrohe Wimpel und Girlanden schmückten den Raum sowie Kakteen und bunte Chilischoten fanden sich dekorativ auf den Tischen.
Zur Einstimmung auf einen vielseitigen Abend vermittelte unsere Mitarbeiterin Lisa Biermann mit einem persönlichen Erlebnisbericht interessante Infos über Land und Leute. Auf ihre Frage in die Runde, wer denn schon einmal selbst in Mexiko war, outeten sich einige als Mexikoreisende. Ihnen fiel dann der zum Ende abgehaltene kleine Sprachkurs besonders leicht. Aber auch bei allen anderen saßen „Hallo“ und „Prost“ sofort.

Anschließend wurde das Buffet eröffnet. Es gab Chili con Carne, Quesadillas, Enchilada Verdura, Nachos, mexikanischen Schichtsalat, Mais, Guacamole und weitere Dips. Nach dem Essen durfte dann Tequila mit Salz und Zitrone nicht fehlen. Ganz traditionell „lecken, trinken, beißen“ hieß es dann. Die Stimmung war bereits jetzt sehr ausgelassen. Und ein weiterer Höhepunkt folgte noch mit der Mariachi Band „Mariachi Eldorado“. Ihre mitreißende Musik fand großen Anklang beim Publikum. Die beiden Künstler gesellten sich dann auch gern nach ihrem Auftritt zu den Gästen und kamen mit diesen direkt ins Gespräch.
Der Abend endete mit einem „Mexiko Quiz“. Wer den Abend über gut aufgepasst hatte, konnte auf Anhieb einige Fragen richtig beantworten, andere Fragen waren jedoch schwieriger. So die Frage nach dem mexikanischen Schattenbringer – es war nicht der Kaktus gemeint, sondern der Sombrero. Bei der Frage nach dem kleinen aus Mexiko stammenden Hund – dem Chihuahua – taten sich einige mit der Schreibweise schwer, aber die Jury war in dieser Sache großzügig. Der Gewinnertisch wurde mit schicken Baumwollbeuteln mit VaV-Logo geehrt. Zum Abschied von einem sehr unterhaltsamen, interessanten und ausgelassenen Dünenpavillon-Abend griffen die Gäste noch nach dem neuen Programmheft und hatten eine gewisse Vorfreude auf das nächste „Wir gehen Fremd“ im neuen Jahr. Vorschläge, in welches Land wir dann reisen wollen, werden gern entgegengenommen!

Sarah Wehe

Mexiko-Abend im Dünenpavillon

22. September 2019
Nein! Alt sind sie wirklich nicht! - Irmchen und Trudchen rocken den Saal

Was für eine wunderbare Idee vom Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel zur Sonntagslesung die beiden Entertainer und Kabarettistinnen Dagmar Gelbke und Margit Meller mit ihrem Programm „Wir sind nicht alt! Aber sexxy!“ einzuladen. Mit Liedern und Spielszenen haben sie alle begeisterten Zuschauer teilnehmen lassen an ihrer ganz besonderen Sicht auf das Alter, seine Probleme und Problemchen. Zum Beispiel marschierend mit dem Lied „Wir sind die alte Garde“ oder besonders köstlich mit den besonderen Geschäftsideen „Telefonsex“ oder „Rent-a-Rentner“.
Auch wenn vieles doch etwas tiefgründiger war, wie die mehrsprachige Kindergärtnerin im Prenzlauer Berg oder die Geschichte vom Opfer Susi vom Lidl, wurden doch überwiegend die Lachmuskeln überstrapaziert. Vor allem bei den Castings für den Wettbewerb „Deutschland sucht den Supersenior!“ und für das Kanzlerinnen-Double, bei dem Margit Meller besonders glänzte. Interessant waren auch die Ideen, verschiedene Zusammenhänge auf völlig neue Art zu erklären, beispielsweise der Haarverlust bei Männern (besonders witzig Dagmar Gelbke als geleaste Rentnerin und Aushilfsfrisörin) oder den Termin für die Eröffnung des Berliner Flughafens. Oder hätten Sie gewusst, dass es sich damals, als es 2013 losgehen sollte, eigentlich nur um einen Zahlendreher gehandelt hat? Also alles noch im grünen Bereich, vor allem, wenn ein Sonntag so vergnügt beginnt.

Elfi Sinn

Kabarettistinnen Gelbke und Meller

18. Juli 2019
Geselligkeit im Garten des Nachbarschaftshauses

Das Sommerfest war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Alle Senior*Innen waren schon im Vorfeld sehr gespannt und freuten sich auf die Veranstaltung. Der Sonnengott spielte diesmal auch mit und so konnten wir in dem bunt geschmückten und liebevoll dekoriert Garten des Nachbarschaftshauses im Ostseeviertel feiern.
Zum Gelingen des Festes hatten die Mitarbeiter*Innen und Ehrenamtlichen, auch vom Veranstaltungsservice des Projekts der Kiezlüt´, einen großen Anteil. Die Gäste fühlten sich in der freundlichen Atmosphäre und dem schönen Ambiente sehr wohl. Nach der Eröffnung durch die Leiterin der Seniorenbegegnungsstätte, Frau Silke Tews, wurde das Fest mit einer großen Kaffeetafel (mit einer großen Auswahl selbstgebackenem Kuchen von der Ehrenamtlichen Frau Ursula Bücke) eröffnet.
Mit viel guter Laune – es wurde sich unterhalten, gelacht, geschunkelt, mitgesungen und getanzt zur Livemusik der Gruppe Vis-A-Vis – wurde der Nachmittag von allen genossen. Das Duo hatte den Sommer temperamentvoll durch das musikalische Programm in die Herzen aller Gäste getragen. Wir werden die beiden Künstler mit Sicherheit bald wieder einladen!
Am späten Nachmittag wurde der Grill von Rolf Meyer startklar gemacht, das war für viele unserer Senior*Innen natürlich mit ein Highlight. Für die sommerliche Abkühlung sorgten verschiedene Kaltgetränke, die von Frau Liane Linke und Frau Marion Pfeiffer kredenzt wurden.
Ein großes Dankeschön auch an dieser Stelle an alle Mitarbeiter*Innen und Ehrenamtlichen, die hier nicht namentlich benannt worden sind. Und … die Senior*innen freuen sich schon auf das nächste große Fest im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, wenn wieder zu Geselligkeit und Tanz eingeladen wird.

Silke Tews

Duo Vis-A-Vis

28. Juni 2019
Ein Abend mit mehr als Tulpen aus Amsterdam bei "Wir gehen Fremd"

Die Reise in die Niederlande im Rahmen von „Wir gehen Fremd“ im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel war wie stets umfangreich vorbereitet, doch die bei solchen Veranstaltungen stets notwendige Mindestteilnehmerzahl wollte einfach nicht zustande kommen. Die Verantwortlichen des VaV und des Hauses entschieden sich für die angemeldeten Interessenten und starteten den vorbereiteten vielseitigen Abend über die Niederlande.

Blau-weiß-rote Fähnchen, orange Servietten und Bilder bekannter Holländer schmückten die Tische, das typische Fahrrad war ebenfalls vorhanden und auf dem Buffet dufteten holländische Erbsensuppe, Poffertjes, Fritjes, Bitterballen, Käsewürfel, Matjes und andere Köstlichkeiten. Für Biertrinker gab es auch die holländische Marke in den kleinen grünen Flaschen. Doch zuvor konnte man noch einiges über das Land erfahren und vor allem sehen. Denn dank Tamina Kallert vom WDR (Westdeutscher Rundfunk) wissen wir jetzt auch, wie preiswert ein Aufenthalt in Amsterdam sein kann.
Den krönenden Abschluss bildeten Christoph Sanft (im Bild links) und Martin Stange vom Berliner Salonorchester, die alle Schlager und Oldies in Erinnerung riefen, die jemals über dieses schöne Land und seine Hauptstadt geschrieben wurden. Es war für alle ein amüsanter und informativer Abend und man war sich einig: Wir gehen wieder Fremd - Mexiko, wir kommen am 27. September!

Elfi Sinn

Holländische Impressionen

20. Juni 2019
Rose-Mary Hein bringt Spannung in die "Blauen Stunde"

Trotz der hohen Temperaturen kamen viele Krimifreunde und -Interessierte am 20. Juni 2019 ins Nachbarschaftshaus, um der Autorin Rose-Mary Hein gebannt zu lauschen. Nach dem Erstling „Vernissage des Bösen“ stellte sie mit „Blutkreide“ einen neuen Fall für die Berliner Ermittler um Kommissar Gregor Bär vor. Zwei Männer wurden brutal getötet, ihre Leichen findet man innerhalb eines Kreidekreises. Ein dritter, der offensichtlich um eine alte Schuld weiß, schweigt, obwohl er sich auch in Lebensgefahr befindet.
Wie liest man aus einem spannenden Krimi, ohne die Lösung des Rätsels zu verraten? Das ist offensichtlich nicht so einfach. Aber Rose-Mary Hein hat das perfekt gelöst, indem sie die Mordszenen aus der Sicht des Täters las und dann die Zuhörer an den ersten Ermittlungen teilhaben ließ. Es sind keine angenehmen Eindrücke, die dort wiedergegeben werden, aber man spürt die unterdrückten Emotionen und auch die fast unerträgliche Spannung, die einen guten Thriller ausmacht.
Den ersten Szenen aus dem neuen Buch folgten Kurzgeschichten wie "Der Kugelfisch und Blümchen", die sehr gekonnt mit schwarzem Humor in Szene gesetzt waren. Schwarz ist ihr Programm, das war sowohl im Buch als auch in den Geschichten gut erkennbar. Rose-Mary Hein hat das selbst so bezeichnet: „Böse kann ich gut." Und das hat sie an diesem Nachmittag auch bewiesen.

Elfi Sinn

Rose-Mary Hein

24. Mai 2019
Fest der Nachbarn

Bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur war der Garten unseres Nachbarschaftshauses im Ostseeviertel Mittelpunkt des diesjährigen Nachbarschaftsfestes. Das Fest der Nachbarn –„European neighbour’s day“ – wird jährlich europaweit an einem Tag, diesmal am Freitag, den 24. Mai, gefeiert.
Im Rahmen des Festes wurde die Ausstellung des Internationalen Zeichenwettbewerbes des Landes Brandenburg eröffnet und mit viel Freude das längste Nachbarschaftsbild gestaltet. Bilder des Zeichenwettbewerbes von Kindern aus verschiedenen Ländern weltweit zum Thema „Begegnung, Freundschaft und Familie" sind als Ausstellung noch bis 06. August in den Räumlichkeiten des Nachbarschaftshauses (Flur Erdgeschoss) zu sehen.

Darbietungen von Kursleiter*innen, wie Bauchtanz, Line-Dance, der Spielmannszug und Thai Chi begeisterten die Besucher*innen zumal auch für das kulinarische Wohl bestens gesorgt war.

Sylvia Schulz

Malereien

16. Mai 2019
Die „Blaue Stunde“ mal ganz anders

Es ist schon eine gute Tradition im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, dass zur „Blauen Stunde“ interessante Menschen ihre Bücher vorstellen. Diesmal sollte eigentlich Dr. Karamba Diaby aus seinem Buch „Mit Karamba in den Bundestag – Mein Weg vom Senegal ins deutsche Parlament“ lesen. Doch der Sozialdemokrat Dr. Diaby, der seit 2013 Mitglied des Bundestages ist, musste gerade an diesem Tag an wichtigen Abstimmungen im Bundestag, u. a. über die Mitgliedschaft in bestimmten Gremien, abstimmen, fiel demzufolge als Vortragender aus.
Damit hatte ganz sicher niemand gerechnet. Sollte also die „Blaue Stunde“ im Nebel verschwinden? Natürlich nicht! Für alle, die sich trotz des stürmischen Wetters tapfer auf den Weg gemacht hatten, fand dennoch eine Lesung statt. Silke Tews, die Leiterin der Begegnungstätte Ribnitzer Straße, hatte kurzentschlossen eine passende Auswahl an Literatur besorgt und las, wie immer zum besonderen Tee, Geschichten zum Nachdenken und heitere Klassiker wie „Das Ei des Kolumbus" oder „Das Geheimnis der Zufriedenheit". Vor allem die Geschichten aus dem Buch von Gisela Rieger „111 Herzensweisheiten“ erheiterten nicht nur, sondern wärmten, neben dem köstlichen Tee, auch das Gemüt. Ein gute Lösung, mit der die Anwesenden auch höchst zufrieden waren.

Elfi Sinn

Silke Tews als Vorleserin

14. Mai 2019
Europapolitik im Plattentalk

Europa in Lichtenberg? Sogar in Hohenschönhausen? Ja, das gibt es! In, wie gewohnt, gemütlicher Atmosphäre hat die Europabeauftragte des Bezirkes Lichtenberg Mareen Mater erst dem Moderator Falk Schneider Rede und Antwort gestanden, wo sich im Stadtteil Europa versteckt. So in Bildungsprogrammen, Gebäuden, in Infrastruktur und sogar in jedem von uns… Beispielsweise ist das Nachbarschaftshaus mit Europamitteln modernisiert worden, sonst könnten wir all die tollen Veranstaltungen nicht machen!

Eine leidenschaftliche Europabeautragte, ein wissbegieriger Moderator und kurzweilige Texte des Poetryslamer Nick Pötter trugen zu einer lockeren Stimmung bei, bei der natürlich auch das Publikum Fragen beantwortet bekam. Am Ende des Abends gingen alle beschwingt, mit Europa im Herzen, nach Hause.

Beate Janke

Politik und Poetryslam

28. April 2019
Sonntagslesung im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel

Eine Matinee, in der viel gelacht wurde, bescherte Peter Bause seinen Gästen. „Und eine zog sich in der Küche aus“- war nur eine der Kurzgeschichten am 28. April im Dünenpavillon, die der bekannte Schauspieler las, erzählte und spielte – alles in einem. Wer ihn nur aus seinen Rollen im Deutschen Theater oder im Theater am Schiffbauerdamm kannte, erlebte eine ziemliche Überraschung, denn Bause ist ein echter Entertainer, der sein Publikum vom ersten Satz an gut unterhielt.
Neu waren sicher für einige die Geschichten aus seiner Kindheit in Magdeburg, wie die vom trompetenden Onkel Wilhelm, der damit den Untergang der „Titanic“ inszenierte oder die Anekdoten vom soufflierenden Literaturfreund in der ersten Reihe im Theater, der gekonnt die Hänger der Schauspieler ausglich. Auch Klassiker des Humors, wie die Geschichte vom Plättbrett oder die sich dramatisch entwickelnde Beseitigung von zahlreichen Whiskey-Flaschen lösten immer wieder Lachsalven aus. Ebenso seine Betrachtungen zum Alter oder die gekonnt formulierte Überraschung, wie Menschen seiner Generation überlebt haben, ohne all das, was heute so unverzichtbar erscheint, die zwar nachdenklich stimmten, aber immer mit einem heiteren Unterton. Ein sehr gelungener Vormittag, der gerne wiederholt werden kann.

Elfi Sinn

Peter Bause als Entertainer

8. März 2019
Thematische Veranstaltung zum Internationalen Frauentag

Auf Initiative des Vorstandes des VaV erhielt die diesjährige Veranstaltung zum Internationale Frauentag ein thematisches Programm. Unter dem Titel „Jede Gabe ist eine Aufgabe“ wurde sich Käthe Kollwitz, die diesen Ausspruch auch formulierte, gewidmet.
Am 8. März kamen etwa 20 interessierte Gäste in die Schmökerstube des Nachbarschaftshauses, um bei Kaffee und Kuchen über das Leben, die politischen Einstellung und die Arbeit von Käthe Kollwitz mehr zu erfahren als die bekannten Thesen und die häufig gezeigten Werke der Künstlerin wie der mehrteilige Zyklus "Ein Weberaufstand" oder "Trauernde Eltern". Unter den Besucherinnen auch Kerstin Zimmer, Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Linke in der BVV Lichtenberg, mit roten Rosen für die Frauen.

Nach Begrüßung und einleitenden Worten durch die Vorstandsvorsitzende des VaV Christina Emmrich übernahm der Historiker Dieter Reichelt. Ihm gelang es, die Kollwitz sehr differenziert darzustellen. Einsatz für die Ideen einer veränderten Gesellschaft ja, aber gewaltsame Novemberrevolution nein. Erstes weibliches Mitglied der Preußischen Kunstakademie, aber Mitunterzeichnerin eines Briefes gegen die drohende Naziherrschaft, was nur zwei Jahre später ihren Rauswurf aus der Akademie auf Betreiben der Nazis zur Folge hatte.

Veranstaltungsbilder zur Veranstaltung über Käthe Kollwitz
Kollwitz machte nach eigener Aussage keine proletarische Kunst, sie wollte jedoch die arbeitenden Menschen zeigen, sie wollte sich gegen Unrecht positionieren und lernend aus ihrem wohl größten Lebensfehler setzte sie sich in ihrer zweiten Lebenshälfte für Frieden und vor allem gegen Gewalt in jeder Form ein. Ihr Umdenken trat mit dem Tod ihres jüngsten Sohnes im 1. Weltkrieg ein, den sie gegen den Willen ihres Mannes, dem Arzt Karl Kollwitz, in den Krieg nicht nur ziehen ließ, sondern ihn dabei sogar unterstützte. Später schuf sie mehrere Skulpturen und Grafiken gegen Krieg und Gewalt - eine Skulptur auch für den Soldatenfriedhof im heutigen Belgien, wo ihr gefallener Sohn beigesetzt ist.
Das Ende des 2. Weltkrieges erlebte die couragierte Frau nicht mehr, am 22. April 1945 verstarb sie in Moritzburg, wohin sie nach den Bombenangriffen auf Berlin in letzter Instanz geflüchtet war. Der Zerstörung des Wohngebäudes fielen auch viele Skizzen, Grafiken und andere Werke der Künstlerin zum Opfer.

Sehr zur Auflockerung trug ein Film aus dem Jahr 1971 bei, der dem Volk „aufs Maul schaute“, indem das Kollwitzdenkmal am gleichnamigen Kollwitzplatz abgelichtet und das Unverständnis der Anwohner durch Originaltöne lebendig wurde, dass die Kinder das Denkmal als Spielfläche nutzten. Ganz im Gegensatz zur Absicht des Bildhauers Gustav Seitz, der das Denkmal extra mit einen großen Sockel schuf, damit Kinder auf dem Denkmal spielen könnten. Das hätte sicher auch Käthe Kollwitz gefallen …

Uwe Barthel


28. Februar 2019
Narren-Spaß in der Begegnungsstätte

Unter dem Motto „Die Narren sind los!“ feierten auch in diesem Jahr die Karnevalisten ihren Saisonhöhepunkt. Da schwang ein Cowboy seinen Hut und Rotkäppchen tanzte mit einem Strafgefangenen - Prinzessinnen, Matrose, Maus und Krankenschwester reihten sich mit in die Polonaise ein. Fasching ist eben eine Jahreszeit für junge und ältere „Jecken“.
Zur Livemusik des Duos VIS A VIS wurde getanzt, mitgesungen sowie manches Späßchen getrieben und in ausgelassener Stimmung bis in die frühe Abendstunde die Hüften geschwungen und viel dabei gelacht.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen für das großartige Ausschmücken des Saales und die umsichtige und freundliche Bewirtung sowie Nachbereitung. Mit einem großen Applaus bedankten sich die Besucher bei dem Gesangs-Duo und den Organisatoren und freuen sich schon auf den nächsten Tanz mit Live-Musik im März in der Seniorenbegegnungsstätte im Nachbarschaftshaus in der Ribnitzer Straße.

Silke Tews

Duo VIS A VIS

21. Februar 2019
"Blaue Stunde" über das Leben des Schauspielers Rolf Ludwig

Sich an große Schauspieler zu erinnern, kann für jeden etwas anderes bedeuten, ganz besonders bei einem so beliebten Schauspieler wie Rolf Ludwig, Jeder kann sich bestimmt an eine oder mehrere Filmrollen erinnern, begonnen mit dem Märchenfilm „Das Feuerzeug“ bis zu „Der Dritte“ oder „Abschied“. Für viele Theaterbesucher bleibt er unvergessen als Truffaldino in Goldonis "Diener zweier Herrn" oder als Drache in der Drache von Schwarz.

Die Erinnerungen von Gisela Ludwig, die sie am 21. Februar mit zahlreichen Besuchern der „Blauen Stunde“ in der Seniorenbegegnungsstätte teilte, sahen natürlich ganz anders aus. Sie kannte Rolf Ludwig schon, ohne es zu wissen. Schließlich schmuggelte er sie schon als Baby in Dresden ins Theater, um ihrer Mutter, einer Schauspielkollegin, zu helfen.
Wirklich kennen und lieben gelernt haben sie sich erst viel später, auf eine sehr eigene, berührende und auch komische Art, bei der rote Wollsocken eine besondere Rolle spielten. Es ist dem Verlag "Das Neue Berlin" zu danken, dass das Buch "Nüchtern betrachtet ... und immer geliebt" von Rolf Ludwig, das bereits 1995 erschien, neu aufgelegt und mit den persönlichen Erinnerungen von Gisela Ludwig ergänzt wurde.
Nach einer köstlichen Anekdote über den Dreh zu „Lotte in Weimar“, in der Rolf Ludwig die Zusammenarbeit mit Lilly Palmer und das Zusammentreffen mit deren Mann Carlos Thomson bei Nordhäuser Doppelkorn sehr unterhaltsam beschrieb, kam er auch direkt in Audioaufnahmen selbst zu Wort. Während eines Abends mit Berliner Liedern sang er „Zickenschulze aus Bernau“ und „In fünfzig Jahren ist alles vorbei“ mit so viel Spaß und Freude, dass es spontanen Beifall gab. In diesem Jahr jährt sich sein Todestag zum 20. Mal, aber die Erinnerung an ihn war sehr lebendig an diesem interessanten Nachmittag im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel.

Elfi Sinn

Gisela Ludwig



Erinnerungen aus dem Jahr 2018 im Archiv    


Rückblick auf Veranstaltungen

außerhalb des Nachbarschaftshauses


14. November 2019
Kiezlüt` unterwegs besuchen Berliner Abgeordnetenhaus


Man lernt nie aus! Vor allem nicht bei den interessanten Ausflügen, die das Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel regelmäßig organisiert. Am 14. November 2019 waren 18 höchst interessierte Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit Sarah Wehe zu Gast im Abgeordnetenhaus Berlin.
Die erste Hürde wurde locker genommen, denn die lange vermisste S-Bahn fuhr wieder. Auch die zweite Hürde gelang uns mit Hilfe von Cornelia Hinz, Mitarbeiterin von Hendrikje Klein, problemlos, denn um als Gast den Plenarsaal betreten zu können, darf man nur seinen Personalausweis, ein Taschentuch und eventuell ein Hustenbonbon mitnehmen. Nachdem alle Hüllen abgelegt waren, konnten wir an der Plenarsitzung teilnehmen. Diese widmete sich der weiteren Entwicklung Berlins. Wir konnten nun interessiert oder auch gelangweilt den Reden der Politiker lauschen, die zwar nicht die ganz große Politik zu verantworten haben, aber immerhin die Geschicke unserer Stadt. Die einen priesen ihre Fortschritte, die anderen von den Koalitionsbänken bestritten sie. Auch das war für uns nichts Neues. Wobei sich viele die Frage stellten, warum unsere Politiker nicht auch bessere Redner sind, die ihre Wähler auch mitreißen und motivieren können. Auf wenig Verständnis traf bei uns auch, womit sich viele Abgeordnete während der Debatte beschäftigten, Dinge, die garantiert nichts mit der aktuellen Diskussion zu tun hatten.
Deutlich interessanter war die anschließende Fragestunde, bei der Anfragen an den Senat gestellt wurden, zum Beispiel zu Problemen der digitalen Sicherheit in Bereichen der Humboldt-Universität, zu antisemitischen Vorfällen im Kulturbereich oder zu Baumaßnahmen am Checkpoint Charlie.
Nach einem kurzen Imbiss in der Kantine des Abgeordnetenhauses hatten wir die Möglichkeit, uns mit zwei Abgeordneten der Partei Die Linken zu unterhalten. Bei Hendrikje Klein, Sprecherin für Bürgerbeteiligung und Engagement und Ines Schmidt, Sprecherin für Frauenpolitik, landeten dann alle Fragen, die die Hohenschönhausener bewegten, von der Vorrangschaltung bei der Straßenbahn, den Fahrpreisen für Senioren bis zur Fertigstellung des Berliner Flughafens. Ein wirklich interessanter Tag, der mit einer Führung durch das Abgeordnetenhaus, den früheren Preußischen Landtag, abgeschlossen wurde.
Elfi Sinn

Eindrücke aus dem Berliner Abgeordnetenhaus


02. November 2019
Halloween-Spektakel begeistert Ostseeviertel


Samstag, 2. November, offiziell ist Halloween für dieses Jahr bereits Geschichte, doch im Ostseeviertel soll nachgefeiert werden. Der Regen macht gerade eine Pause und ab dem frühen Nachmittag treffen sich Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene im Gebäude von Pia Olymp zum Warm-up. Schminken, Spielen, Nachmittagssnack und Kontakte pflegen stehen auf dem Programm.
Währenddessen wird draußen der Umzugswagen hergerichtet. Für die richtige Gruselbestückung sorgen auch Mitarbeiterinnen des VaV, so Beate Janke, Stadtteilkoordinatorin, und Nadja Rammelt, Leiterin des Familienzentrums Grashalm des VaV. Jeder Handgriff sitzt und noch vor der einbrechenden Dunkelheit finden alle Utensilien ihren richtigen Platz. Ein letzter Soundcheck und dann kommt das Zeichen zum Loslegen.

Halloweenmomente
Inzwischen ist die Schar der Halloween-Jünger schon auf eine stattliche Zahl angewachsen – doch ein Akteur fehlt noch – die Polizei. Mit etwas Verspätung, wegen eines dringenden Einsatzes, setzt sich dann der Tross in Bewegung. Anfeuernden Rufe, laute Musik vom Umzugswagen und zwei Stelzenläuferinnen des Ensemble Grotest Maru sorgen für Stimmung. Auf Straße und Gehweg ergießt sich der Zug von Geistern und anderen verkleideten Spukgestalten, aber auch von vielen Normalos, die einfach nur dabei sein wollen. Immer wieder bleibt der Zug stehen, um mit Einlagen von Musik und Mitmachaktionen die Stimmung anzuheizen.
Und dann ist der Garten der Kiezoase erreicht. Hier flutet der Zug das Gelände und man hat den Eindruck, dass gar nicht genug Platz sei für die inzwischen etwa 1.000 Besucher zählende Menge. Auf sie wartet traditionell das Spukhaus, vor dem sich schnell eine lange Schlange bildet. Dabei hat es doch längst wegen Handytaschenlampen seinen Schrecken vergangener Jahre verloren …
Ebenfalls traditionell das Stockbrotrösten über Feuer in großen Schalen, die Stände mit Brezeln, Getränken, Würsten, Waffeln, Suppe und anderem. Unter ihnen auch zwei Stände, betreut von Mitarbeiter*innen des VaV. Neu in diesem Jahr ist die riesige Hüpfburg, aber auch eine Verlosung und das Zelt der Märchenerzählerin, die ihre schaurigsten Gruselgeschichten zum Besten gibt. Im Hintergrund sorgt DJ Florida weiter für Musik bis das Bühnenprogramm startet.

Kiezoase zu Halloween 2019

Kontrastreich wechseln sich Beat Boxer Bob, die vietnamesische Kulturgruppe „Oktoberklub“ mit Qi Gong Meister Tan und die Travestiekünstlerin Kiki Kessler ab. Applaus erhalten alle reichlich. Zum Abschluss begeistert dann Jana Korb mit ihrer Feuershow. Hierbei verbindet sie Tanz und Feuer miteinander. Der abschließende Applaus gilt dann nicht nur der Akrobatin, sondern auch allen Verantwortlichen, Organisatoren, Sponsoren, der Polizei und den Sanitätern sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern - von der Jugendfeuerwehr bis hin zu den Sicherungsposten, die eine solche großartige Veranstaltung erst möglich machen.

Uwe Barthel


22. Oktober 2019
Zu Besuch im Museum des Robert Koch-Instituts


Am 22. Oktober traf sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kiezlüt´unterwegs“ eine Gruppe Interessierter, um gemeinsam mit Sylvia Schulz, Leiterin des Nachbarschaftshauses im Ostseeviertel, in Richtung Westhafen aufzubrechen. Ziel war das dort in der Nähe gelegene Museum im Robert Koch-Institut.
Die erste Ausstellung in diesem Gebäude wurde bereits 1910 anlässlich der Beisetzung Robert Kochs eröffnet. Die seit mehr als 50 Jahren unveränderte Schau wurde 2017 in Zusammenarbeit mit dem Berliner Naturkundemuseum neu konzipiert und erweitert. Auf der umgestalteten Ausstellungsfläche sind Exponate aus dem Besitz Robert Kochs, aber auch aus den aktuellen Arbeitsbereichen des Instituts zu sehen. Hier galt es nun, das Repertoire an Wissen rund um Viren und Bakterien zu erkunden. Neben viel Lesestoff und Bildmaterial wurde uns das Thema auch digital und durch praktische Versuche näher gebracht. So navigierten wir digital durch ein Hochsicherheitslabor, was besonders dem jungen Praktikanten aus unserem Nachbarschaftshaus sehr gefiel. Mit Hilfe eines kleinen Gerätes konnte die eigene Greifkraft getestet werden, was für rege Diskussion sorgte, denn einige Teilnehmer unserer Gruppe waren von dem erzielten Ergebnis doch sehr überrascht.

Nach dem Besuch des Museums nutzten wir das sonnige Herbstwetter für einen schönen, gleichzeitig geschichtsträchtigen und interessanten Spaziergang. Entlang des Nordufers kreuzten wir im Anschluss die Gedenkstätte Günter Litfin und ließen die besondere Atmosphäre des Invalidenfriedhofes mit seinem Glockenturm auf uns wirken.
Am Berliner Hauptbahnhof endete unser Fußweg und in der Tram redeten die Teilnehmer*innen über den gelungenen Ausflug oder ließen die vielen verschiedenen Eindrücke auf sich wirken.
Sylvia Schulz

Einblicke in das Museum des Robert Koch Instituts


24. September 2019
Kiezlüt`unterwegs auf den Spuren der Vergangenheit


Eine kleine, aber interessierte Gruppe traf sich am 24. September, um gemeinsam an einer Führung durch die Ausstellung „Einblick ins Geheime“ im Stasi-Unterlagen-Archiv in der Ruschestraße, einem Teil der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, heute mit dem Synonym Stasi versehen, teilzunehmen.
Nach einer erschwerten Anfahrt, bei der uns die öffentlichen Verkehrsmittel arg zusetzten, erreichten wir schließlich unser Ziel halbwegs pünktlich und die geplante Führung konnte mit uns starten.
In etwa 90 Minuten erhielten wir vielfältige Informationen zum Inhalt des Aktenmaterials, das aneinandergereiht etwa 111 Kilometer lang ist und das vielfach persönliche Daten über Menschen festhält - gesammelt vom Staat. „Einblick ins Geheime" macht die Bedeutung dieses Archivs begreifbar. Am Beispiel einzelner Menschen verdeutlicht die Ausstellung auf emotionale Weise, wie und was zusammengetragen wurde. Oft sehr privat, häufig auch banales, immer aber ein Eingriff in die Privatsphäre.
Der Rundgang gestattete auch einen Blick in einen der Archivräume mit Originalunterlagen, wollte aber vor allem grundsätzliche Fragen klären. Wie funktionierte dieser Wissensspeicher der Stasi? Welche Bedeutung haben die Stasi-Unterlagen für die Aufarbeitung der SED-Diktatur? Wie werden die Unterlagen heute aufbewahrt und zugänglich gemacht? Zusätzlich konnten wir natürlich unsere Fragen stellen und der ein oder andere Teilnehmer dachte wohl auch an seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse zurück.
Im Anschluss an die Führung gönnte sich die Gruppe eine Pause, in der gemütlich bei Kaffee und Kuchen geplauscht und über das Erlebte diskutiert wurde.
Sarah Wehe

Einblicke in das Archiv der Stasi-Unterlagenbehörde


13. September 2019
Richtfestfeier für die "Pirateninsel"


Noch vor gut drei Monaten standen die Gäste bei der der Grundsteinlegung für den Kitaergänzungsbau "Pirateninsel" auf dem frisch gegossenen Fundament. Nun wurde mit dem Richtfest signalisiert, dass der Rohbau fertig ist und das Dach das Gebäude schützt. Am Freitag, den 13. September begrüßte Vorstandsvorsitzende Christina Emmrich die Gäste, besonders die Bauleute, zu einer kleinen Feier. In ihrer Einleitung mischten sich Freude über den zügigen Baufortschritt und Anerkennung für die geleistete Arbeit der Bauleute, die pünktlich und in bester Qualität den Baukörper auf die Fundamentplatte gesetzt hatten. Mit dem Einbau der Fenster konnten bereits seit Tagen die ersten Gewerke im Inneren ihre Arbeit verrichten. So hatten Elektriker und Heizungsbauer bereits ihre Spuren in Form von Kabelsträngen und Rohren hinterlassen. Christina Emmrich hob auch die zuverlässige Arbeit des leitenden Architekturbüros PLAFOND hervor, dessen planerische Arbeit nun immer stärker sichtbare Formen erhalten würde
Ingrid Grünheid, leitende Architektin des Büros sprach von einem sehr interessanten Projekt und hob besonders hervor, dass hier alle Voraussetzungen gegeben sind, dass Kinder und Eltern mit körperlichen Beeinträchtigungen künftig ohne Barrieren in die Kita gelangen können. Sie lobte die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Seiten.

Impressionen Richtfest Pirateninsel
Inzwischen waren Joachim Ehrendreich, Bauverantwortlicher seitens des Vorstandes des VaV, und Hausherrin Cordula Kleinfeldt als Leiterin der Kita Abenteuerland auf das Baugerüst geklettert, um nahe beim Richtkranz zu sein, der bereits aufgezogen war. An den vergangenen Tagen hatten Kinder der Kita Abenteuerland ihn geschmückt und für die Zeremonie vorbereitet. Joachim Ehrendreich sprach, der Tradition eines Richtfestes entsprechend, Gereimtes über die Bauarbeiter und ihre Arbeit, über die Erwartungen und ihre Nutzer sowie einen Toast als „Prost an die Gesellen“ aus. Mit dem Wunsch „Glück und Segen diesem neuen Haus“ endete der Richtfestspruch und Cordula Kleinfeldt zerschlug symbolisch ein Glas Sekt an der Hauswand.

Impressionen Richtfest Pirateninsel
Sie war es dann auch, die das Buffet eröffnete, das ein Kontrastprogramm aus deftigen Gegrilltem und Kuchen, aus Salaten und schmackhaften Burgern darstellte. Berlin BBQ Brothers hatte hier ganze Arbeit geleistet, die bei Bauleuten und Kitamitarbeiter*innen Anerkennung fand.
In der nächsten Stunde führte Cordula Kleinfeldt mehrmals Interessierte durch den Rohbau und versuchte schon einen Eindruck zu vermitteln, wie es in etwa sechs Monaten hier aussehen wird. Selbst viele Mitarbeiter*innen der Kita Abenteuerland sahen erstmals das Bauwerk von Innen und sprachen voller Anerkennung, aber auch mit großer Vorfreude über und auf den künftigen neuen Teil ihrer Kita.
Uwe Barthel



23. August 2019
Erster Aktionstag für Alleinerziehende rund um das Nachbarschaftshaus


Bei wunderschönem Sommerwetter fanden zahlreiche Mütter und Väter den Weg am 23. August 2019 zum berlinweit ersten Aktionstag für Alleinerziehende. Bei Speiseeis, Schnittchen und Smoothies nutzten viele Alleinerziehende die Gelegenheit, sich auf einem Markt der Möglichkeiten an den Ständen der Familienzentren, Beratungsstellen und Initiativen zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Auch im Nachbarschaftshaus und im Garten gab es zahlreiche Aktionen und Angebote. Ob Nähcafé, Familienyoga, ein Besuch bei Friseurin und Stylistin oder der Film „Alleinerziehend in Lichtenberg“ – für jede(n) war etwas dabei. Die Kinder konnten u.a. ponyreiten, Schafe streicheln oder sich in der Hüpfburg austoben.

Impressionen Aktionstag Alleinerziehende 2019
Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm bildete den Rahmen des Aktionstages. Die Organisatoren freuten sich sehr, dass auch viele Akteur*innen aus der Politik zum Aktionstag gekommen sind. Auf der Bühne und im persönlichen Gespräch mit Eltern und an den Ständen betonten der Bezirksbürgermeister und Schirmherr des Aktionstages Michael Grunst, die Staatssekretärinnen für Jugend und Familie Sigrid Klebba sowie für Pflege und Gleichstellung Barbara König, Bezirksstadträtin Katrin Framke und der Geschäftsführer des Lichtenberger Jobcenters Lutz Neumann wie sehr ihnen das Thema Alleinerziehende am Herzen liege und dass sie die Arbeit des Netzwerkes Alleinerziehende Lichtenberg unterstützen.

Auf das politische Programm folgte das musikalische – mit einem Auftritt der Line-Dance-Gruppe Silver Eagles und mehreren Auftritten des Spielmannszuges im Ostseekarree. Die Mädchen von Pia Olymp begeisterten mit Tanz und Rap. Den Abschluss bildete die Berliner Band „Halbe Treppe".

Impressionen Aktionstag Alleinerziehende 2019
Besonders spannend sind für das Netzwerk Alleinerziehende die vielen Wünsche der Alleinerziehenden, die an einer Wunschwäscheleine gesammelt wurden und die richtungsweisend für die weitere Arbeit im Netzwerk sein sollen: mehr Zeit für sich, Unterstützungs- und Informationsangebote sowie Kinderbetreuung zu Randzeiten – dies und mehr wurde als Wunsch geäußert.

Ohne das große Team rund um den Aktionstag wäre ein so vielseitiges Programm nicht möglich gewesen. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an die Koordinatorin des Aktionstages Sarah Wendler, die Koordinatorin des Netzwerks Alleinerziehende und das gesamte Vorbereitungsteam! Wir freuen uns auf das nächste Jahr!
Birte Driesner



01. August 2019
VIPstival 2019 des Kontaktladens


Auch in diesem Jahr hatte der Kontaktladen zum VIPstival geladen und Gäste und Künstler*innen trafen sich zu einer Sommerparty am 1. August auf dem Gelände der Jugendfreizeiteinrichtung. Als Kooperationspartner*innen mit dabei die Kampagne „Bunter Wind für Lichtenberg“ - mit Stand -, der auch der VaV angehört.
Mit 051 Crew, sechs Mädchen* vom Pia Olymp und ihrer Rap-Nummer, startete dann das Bühnenprogramm. Ihr Song über eine teilnahmslose Welt um einen herum hatte wohl auch eigenes Erleben zum Vorbild. Bevor die offizielle Begrüßung durch den Einrichtungsleiter Kevin an der Reihe war, begeisterten die Akteur*innen von Freaky VIPs das Publikum. Besonderen Applaus fand auch die Altersmischung der Tänzer*innen.

Impressionen VIPstival 2019
Kevins Begrüßung war auch ein Abschied vom langjährigen Mitgestalter Steve, von allen nur Fester gerufen, der vom Besucher zum Ehrenamtlichen, zum Clubratsmitglied und schließlich als Bufdi zum Mitarbeiter des Clubs wurde. Nun setzt er seinen Weg im VaV fort, indem er eine Ausbildung in der Kita Abenteuerland absolviert. Dafür wünschten ihm alle Teilnehmer*innen und besonders das Team vom Kontaktladen und Bereichsleiterin Sarah Ladkau viel Erfolg. Sarah moderierte von nun an das Programm und kündigte als ersten Künstler Beatbox Bob an. Ihm gelang es schnell, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Es folgten rund 30 Minuten Programm, das vom klassischen Beatbox bis zur melodischen Adaption des Collins Songs „In The Air Tonight“ reichte.

Impressionen VIPstival 2019
Anschließend war Zeit für kleine Gesangskünstler*innen sich auszuprobieren, Gespräche zu führen, vom vielseitigen Buffet zu kosten oder einfach in der Chill Out Area auf den Luftkissen auszuruhen. Unter das Publikum hatte sich zu diesem Zeitpunkt auch die Vorstandsvorsitzende des VaV, Christina Emmrich, gemischt.

Im Programm ging es weiter mit dem Mädchen aus Berlin. Mit typischem Berliner Humor und einem Schuss Berliner Schnauze trug sie, sich mit der Gitarre begleitend, ihre Lieder vor, für die sie sich Vorbilder im Berliner Milieu der 1920er Jahre, so bei der „Krummen Lanke“, oder im Berliner Alltag, bei „Hartz 4“, suchte. Vor allem für das ältere Publikum eine erfrischende Abwechslung zum Rap und Beatboxen.
Denn mit Rap ging es dann im zweiten Teil der Sommerparty weiter. Erst Taha, der zum ersten Mal bei einem VIPstival war, und schließlich als Schlusspunkt Kor I hatten reichlich Fans für ihre Musik. Besonders Kor I konnte mit seinen melodischen und inhaltlich anspruchsvollen Rap überzeugen. „Hammer“, „Lass mich deine Sonne sein“ oder „Ich mach dich tanzen“ fanden viel Anklang.
Als die Sonne langsam unterging war dann auch das VIPstival 2019 Geschichte. Ein großer Dank geht an das Kontaktladen-Team und alle ehrenamtlichen Helfer*innen die beim Auf- und Abbau, in der Küche oder beim Einspielen der Musik geholfen haben. Ein besonderer Dank geht an das Team von Gangway Hohenschönhausen für die tatkräftige Unterstützung bei den Vor- und Nachbereitungen.

Impressionen VIPstival 2019
Uwe Barthel



30. Juli 2019
Kiezlüt´besuchten das Willy-Brandt-Haus


Diesmal war es war nur eine kleine Gruppe, die sich mit Julius Weißenborn vom Nachbarschaftshaus am 30. Juli in Richtung Stadtmitte begab. Ihr Ziel: das Haus der Parteizentrale der SPD und sein Innenleben näher kennenzulernen. Das beeindruckende Gebäude zwischen Halleschem Tor und Anhalterbahnhof, das Willy Brandts Namen trägt, wurde von dem Architekten Helge Bofinger 1984 entworfen. Seine Vorstellung, wie man das südliche Viertel der Friedrichstadt aufwerten könnte, wurde auch auf einer Internationalen Bauaustellung ausgezeichnet. Aber erst 1993 kam es mit einigen Veränderungen zur Grundsteinlegung.
Heute dient das Haus nicht nur als Parteizentrale, sondern auch als Begegnungsstätte, als Ort für Veranstaltungen und Ausstellungen, zurzeit gibt es beeindruckende Titelbilder von der DDR-Zeitschrift „Sybille“. Das erklärte Kai Ihlefeld, der unsere Gruppe begrüßte, das Haus vorstellte und auch das imposante Kunstwerk im Foyer erläuterte, das Willy Brandt darstellt. Anschließend gab es einen kleinen Film über die Geschichte der SPD, ergänzt mit Kommentaren bekannter SPD-Politiker.
In einem anschließenden Gespräch mit Dr. Jürgen Groß, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Kenner der Geschichte der SPD und ihrer Tagespolitik, konnten Fragen gestellt und ausgiebig diskutiert werden. Die Diskussion drehte sich hauptsächlich darum, wie die SPD selbst die Ursachen für den Wählerschwund einschätzt und welche Maßnahmen geplant sind, um den Rückgang zu ändern.
Elfi Sinn

Impressionen Willy-Brandt-Haus


21. Juni 2019
11. Kiezfest im Ostseeviertel war bunter denn je


Bestes Kiezfest-Wetter, eine Bungee-Spinne und Kaffeegeruch empfingen die Besucher*innen des Kiezfest Ostseeviertel am Freitag, den 21. Juni - dem Tag der Sommersonnenwende, am Malchower See.
Als Event der Fete de la Musique war das Bühnenprogramm in diesem Jahr noch bunter als sonst. Zum Auftakt eröffnete  Bezirksbürgermeister Michael Grunst, gemeinsam mit Stadtteilkoordinatorin Beate Janke das Fest.
Im weiteren Verlauf erlebten die Gäste eine interessante Mischung von Deutschrock, Hip Hop, Pop, Elektro und R´n´B. Neben vielen Akteuren aus dem Kiez mit Karate-, Tanz- und Judovorführungen und einer hervorragenden Beatbox-Performance des jungen „Beatboxer Bob“ aus der JFE Mikado gab es mit „Willy Wombat“, „K´Sino und Selim“ und „Voids in Space“ drei Musikacts aus anderen Teilen Berlins zu erleben.

Vielfalt beim Kiezfest

Auf dem Festplatz konnten Pferde geritten, Rollen gerutscht, Karussell gefahren, Armbrust oder Torwand geschossen und dem Hertha BSC Maskottchen „Herthinho“ begegnet werden. Die Polizei codierte wieder Fahrräder und die Freiwillige Feuerwehr Falkenberg kam mit Einsatzwagen und vielen Jugendlichen, die extra den Beginn ihrer Sommerfahrt etwas nach hinten verschoben hatten. Selbstverständlich wurden auch ausreichend Getränke und Speisen angeboten.

Vielfalt beim Kiezfest
Insgesamt war es eine tolle Atmosphäre am traumhaften Malchower See. Die Organisator*innen danken allen Sponsor*innen für die große Unterstützung, den vielen Beteiligten, ohne deren Engagement dieses Fest nicht hätte stattfinden können und natürlich den ca. 3.500 super gelaunten Besucher*innen, die das Fest belebten.
Stadtteilkoordination, Fotos: Frank Müller



06. Juni 2019
Gemeinsames Fest zum Ende der Fastenzeit


Es war ein wunderschönes Fest zum Ende der Fastenzeit - auch unter dem Namen Zuckerfest bekannt. Das Fest wurde am 06. Juni 2019 von verschiedenen Kiezakteuren - unter ihnen auch Einrichtungen und Projekte des VaV - organisiert und fand im BENN HSH Nord Büro und auf der umliegenden Grünfläche statt. Auch wenn uns der Regen überrascht hat, wurde schnell reagiert und er konnte der guten Laune nichts anhaben. Es war ein wunderbarer Nachmittag mit gutem Essen, tollen Gesprächen und Diskussionen und einem bunten Kinderprogramm. Besonders schön war die Livemusik und die Moderation durch Beate Janke.

Fest zum Ende der Fastenzeit
Mit dabei waren: BENN HSH Nord, SPIK e.V., Trialog, Berliner Jungs, WB 13, GU Wartenberg, GU Hagenower Ring, GU Seehausener, GU Hausvaterweg, die Stadtteilkoordinatoren Hohenschönhausen Nord und Einrichtungen des Vereins für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V. Finanziell wurde das Fastenbrechen aus den Sach- und Honorarmitteln des BENN Programms unterstützt.

Lisa Biermann, Fotos: Babak Bordbar im Auftrag von BENN HSH Nord



28. Mai 2019
Grundsteinlegung für "Pirateninsel"


Nach einem langwierigen Prozess der Planung, Abstimmung und Vorbereitung erfolgte nun am Nachmittag des 28. Mai 2019 die Grundsteinlegung für das neuen Kitagebäudes "Pirateninsel" auf dem Gelände der Kita Abenteuerland des Vereins für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e. V. (VaV).
Im Beisein des Bezirksbürgermeisters Michael Grunst, der Bezirksstadträtin Katrin Framke, weiteren Vertretern des Bezirksamtes, Vertretern des Vorstandes des VaV, der Geschäftsleitung und Verantwortlichen der Kita Abenteuerland sowie des planenden und leitenden Architekturbüros PLAFOND fand aus diesem Anlass eine kleine Festveranstaltung statt.
In ihrer Einleitung erinnerte Vorstandsvorsitzende Christina Emmrich an die vielfältigen Herausforderungen bis die Idee zu einem ausgereiften Plan wurde und mit allen eingebundenen Gremien endlich abgestimmt war. Sie bedankte sich vor allem bei den kommunalen Entscheidungsträgern, von denen sie einige als Gäste direkt ansprechen konnte.

Einblicke in Grundsteinlegung
Bezirksbürgermeister Michael Grunst zeigte sich in seiner Rede erfreut, dass immer mehr der Anspruch familienfreundlicher Bezirk zu sein, umgesetzt würde. Diese Grundsteinlegung sei ein Indiz dafür, aber auch die in der letzten Zeit vorgenommenen Eröffnungen oder Richtfeste zeigen die positive Entwicklung in Lichtenberg. Er bereicherte die „Zeitkapsel“ mit aktuellen Dokumenten, die das wiederspiegeln.

Nun endlich konnten die wartenden Kinder ihr eingeübtes Programm aufführen. Natürlich handelten alle Programmteile vom Bau und der Neugier, was künftig hier entstehen würde. Klassiker wie „Wer will fleißige Handwerker sehen“ fehlten ebenso wenig wie Mitmachaktionen für die Gäste, die der Aufforderung gern nachkamen.

Einblicke Grundsteinlegung Schließlich skizzierte Ingrid Grünheid vom Architekturbüro PLAFOND Details zur neuen Kita und kam dabei ins Schwärmen. Sie betonte, dass es ihrem Team große Freude bereitet hat, einen Bau zu konzipieren, in dem auch Kinder mit Beeinträchtigungen willkommen sind. Das barrierefreie Haus erleichtert aber auch Eltern mit Beeinträchtigungen künftig den Zugang zur Einrichtung.
Dann war es soweit. Die "Zeitkapsel" wurde gefüllt. In ihr sind Dokumente des Baus, Kinderzeichnungen, Münzen und weitere Dokumente sowie Unterlagen des aktuellen Zeitgeschehens enthalten. Als erstes durften drei mutige Kinder, die sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen wollten, mit dem bereitgestellten Mörtel die in die vorbereitete Aussparung im Fundament eingelegte Kapsel vollkleksen. Nach Ihnen nahmen Michael Grunst, Bezirksbürgermeister, Christina Emmrich, Vorstandsvorsitzende des VaV, VaV-Geschäftsführerin Ute Gallmeister, Kitaleiterin Cordula Kleinfeldt und viele der Gäste die Kelle in die Hand und gaben mit den besten Wünschen für den Neubau etwas Mörtel auf die immer weniger sichtbare Kapsel. Mit einem kleinen Imbiss klang die Veranstaltung schließlich aus.
Uwe Barthel



01. Mai 2019
Bunte Platte auch 2019 wieder farbenfroh


Einblicke in das Programm der Bunten Platte 2019
Auch in diesem Jahr folgten wieder viele Menschen dem Angebot des Initiators der Bunten Platte (Bürgerverein Hohenschönhausen) und schauten auf der Wiese am Warnitzer Bogen vorbei. Unter ihnen auch Bezirksbürgermeister Michael Grunst, der die Veranstaltung auch eröffnete. Dazu ein vielseitiges Programm von der Traditions-Dixieland-Band (Papa Binnes Jazzband) bis zu sportlichen und tanzenden Kindern aus verschiedenen Einrichtungen und Vereinen sowie natürlich auch der Stand des VaV mit aktiven Mitarbeiter*innen (im Bild unten beim Aufnehmen des Rhythmus des Showprogramms der Kindertanzgruppe) bei der Beantwortung von Fragen von Bürgerinnen und Bürgern oder der Versorgung der Künstler des Showprogramms. Ihnen ein herzliches Dankeschön für ihr engagiertes Wirken.

Bunte Platte 2019
Bilder: Frank Müller



30. April 2019
Ins Getriebe des ZDF-Fernsehens geschaut

Erleben Sie Fernsehen hautnah! Dieser Aufforderung von Julius Weißenborn vom Nachbarschaftshaus folgten am 30. April 2019 30 Fernseh-Interessierte ins Hauptstadtstudio des ZDF, Unter den Linden.
Von Ann-Kathrin Oster, studentische Mitarbeiterin des ZDF, wurden die TV-Neugierigen empfangen und gekonnt in die Welt des Fernsehens eingeweiht. Da war viel Interessantes zu hören, schließlich möchte man auch mal genauer wissen, was eigentlich mit den Fernseh- und Rundfunkgebühren passiert. Und dass das ZDF davon monatlich nur 4,00 EUR pro Haushalt erhält, war doch eine kleine Überraschung.

Viel aufregender war natürlich direkt in der Bildregie zu sitzen und zu hören, wofür ein Ablaufredakteur wichtig ist und wozu die Journalisten in den hinteren Reihen „Bauchbinden“ (Hinweise für die Zuschauer während der Sendung) produzieren. Auch der Aufenthalt im Studio mit bereits aufgebautem Set für eine bekannte Sendung, das man ja sonst nur am Bildschirm aus einer anderen Perspektive sieht, zeigte noch einmal eindrücklich, wieviel Arbeit notwendig ist, damit es für den Zuschauer leicht und locker aussieht. Ein sehr interessanter Ausflug! Da waren sich alle einig und beim nächsten ist man wieder dabei.

Elfi Sinn

Blick ins ZDF-Fernsehen



Weitere Erinnerungen aus dem Jahr 2018 im Archiv