Rückblick auf Veranstaltungen

im Nachbarschaftshaus


22. Juni 2018
"Fremdgänger" sahen sich Südafrika an

Diesmal reisten die Kiezlüt´mit ihren Besuchern im Dünenpavillon zur Südspitze Afrikas. Die wechselvolle Geschichte, besonders der letzten 30 Jahre, war ein wichtiges Thema beim einleitenden Vortrag über Südafrika. Dazu gehörten viele Zahlen und Fakten, die jahrzehntelange Apartheid, eine Bevölkerungsstruktur, die noch immer große Risse zeigt und Quelle von Konflikten ist. Julius Weissenborn (Veranstaltungsorganisator des VaV) konnte in seinen Ausführungen immer wieder selbst Erlebtes einfügen, hatte er doch ein halbes Jahr eine Schule in Südafrika besucht.
Zehn Jahre lebte und arbeite Dayana Dreke (Spik e.V. Integration) in dem Land und berichtete über ihre Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Um nicht nur ernsthafte Themen zu behandeln, gab Dayana noch einen kleinen Sprachkurs Xhosa - eine südafrikanische Klicklaut-Sprache. Es muss wohl nicht betont werden, dass die meisten Versuche der Nachahmung scheiterten, es aber insgesamt sehr erheiternd war.

Nach so viel Kost für den Kopf musste nach der Pause der Magen zu seinem Recht kommen. Südafrikanischen Speisen wurden serviert. Beispielsweise Bunny Chow (Südafrikanisches Brot, in das man zweierlei Füllungen , ein Curry und ein scharfer Gemüsemix, füllen konnte), wovon einige Besucher kaum genug bekommen konnten.
Den Abschluss des Abends gestaltete der bekannte, in Berlin lebende südafrikanische Sänger Vido Jelashe. Er spielte und sang südafrikanische Musik, seine Stimme und die mitreißenden Rhythmen gingen ins Ohr. Sein letztes Stück an diesem Abend war ein Medley aus Miriam Makebas Pata Pata, das phantastisch interpretiert wurde, und The Lion Sleeps Tonight (Lionking). Jetzt gab es kein Halten mehr und alle Gäste sangen begeistert mit.
Ein toller, gelungener Abend, der auch Lust auf die nächste Fremdgängertour machte, dann geht es am 28. September in die Tschechische Republik.


Buchlesung mit Gesine Lötzsch

21. Juni 2018
"Blaue Stunde" mit Gesine Lötzsch

Wenn eine Bundestagsabgeordnete aus ihrem politischen Leben erzählt, kann das durchaus auch erheiternd sein. Das zeigten die Reaktionen der Teilnehmerinnen an der „Blauen Stunde“ im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel. Dr. Gesine Lötzsch las am 21.06. aus ihrem Buch „Immer schön auf Augenhöhe“. Dieser Satz war als politisches Credo vor allem für die schweren Anfangsjahre im Bundestag gedacht, konnte auch generell für den Osten gelten, aber durchaus ebenso als direkter Vergleich bestehen, z. B. auf dem Foto mit einer Giraffe für die Neujahrskarte von Frau Lötzsch, die jedes Jahr ein anderes Tier aus dem Berliner Tierpark zeigt. Das Buch enthält Episoden der unterschiedlichsten Art. Heitere, wie die Mitwirkung in einem Film, in dem Hape Kerkeling als Horst Schlämmer für den Bundestag kandidierte; Motivierende, wie die Ansprachen vor den Erstklässlern in der Randow-Schule und sehr Ernsthafte, wie die Lesungen gegen das Vergessen und die Unterstützung von Beate Klarsfeld bei Widerständen gegen die Ausstellungen über deportierte jüdische Kinder. Ein lesenswertes Buch und ein interessanter Nachmittag – so lautete das Resümee der Beteiligten.

Buchlesung mit Gesine Lötzsch

25. Mai 2018
In lockerer Runde sich näher kennengelernt

"Europäisch leben - lokal feiern!" - unter diesem Motto wurde deutschlandweit am 25. Mai das Europäische Fest der Nachbarn begangen. Auch das Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel beteiligte sich an dieser Aktion und lud die Nachbarn zu gemütlichen Stunden ein.

Bei bestens geeignetem Wetter trafen sich ab 17 Uhr "neue" und "alte" Nachbarn im Garten des Nachbarschaftshauses. Familien des Familienzentrums Grashalm und Gäste des Café "Kontakt" aus dem benachbarten alternativen Kulturzentrum WB 13 fanden sich zum Kennenlernen, Deutsch üben, für Hausaufgabenhilfe und gemeinsamen zubereiten von veganem/vegetarischem Essen zusammen.
Es wurde gegrillt (streng vegan), viel geredet, geholfen und gemeinsam entspannt. Die Kinder des Familienzentrums und Jugendlichen des Familienzentrums und der JFE des Spik e.V. nutzten Trampolin und Schaukeln sowie den ganzen Garten zum Toben. Das tolle Wetter und die gemütliche Atmosphäre auf den Paletten-Möbeln machten den Abend komplett und haben die nachbarschaftliche Begegnung zu einem schönen Event gemacht.

Fest der Nachbarn

17. Mai 2018
"Wie fühlt sich das Alter an?" - Ausstellung über Berliner Hundertjährige

Hundertjährig - in dem Wort schwingt Respekt, Anerkennung und manchmal auch ungläubiges Staunen. Aktuell wird im Nachbarschaftshaus dieser Altersgruppe eine Ausstellung gewidmet. Bei der Eröffnung am 17. Mai stand immer wieder eine Frage im Vordergrund: Wie gelingt ein solch langes Leben? Gesunde Ernährung, Zurückhaltung bei Alkohol oder täglich Sport?

Klara S., die 1912 in Berlin-Schöneberg Geborene nennt als ihr Geheimnis, dass sie im oberen Stock gewohnt hätte. "64 Treppenstufen rauf und runter. Und das 55 Jahre lang", erzählt sie.
Mit gesunden Leben und Abstinenz hätte ihr hohes Alter nichts zu tun, betont die 1911 geborene Ulla M.: "Nee, das möchte ich ablehnen. Im Gegenteil, wir haben viel gefeiert!"

Seit 2010 führen Marion Schütt, Historikerin und Fotografin von synopsisfilm, und Rita Preuß, Publizistin, Gespräche mit Hundertjährigen in Berlin. Bisher hatten sie die Möglichkeit, rund 40 hundertjährige Berlinerinnen und Berliner zu befragen. Die Ergebnisse finden sich in Ausstellungen, Katalogen und Dokumentarfilmen wieder (siehe auch www.synopsisfilm.de).
Die aufgezeichneten Geschichten vermitteln aus erster Hand das Lebensgefühl einer Stadt, die es so nicht mehr gibt. Positive Lebensphilosophie, starker Wille, Gelassenheit und Berliner Humor prägen ihre Biografien. Zehn von ihnen wurden ausgewählt und laden in einer Ausstellung des Nachbarschaftshauses des Ostseeviertels in Zusammenarbeit mit synopsisfilm werktags von 8.30 bis 19 Uhr (freitags bis 18.00 Uhr) ein. Der Eintritt ist frei und die Ausstellung geht noch bis zum 19. August 2018.

Ausstellung über Hundertjährige

22. April 2018
Wirtschaft und Kultur ganz nah beieinander

Vorhang auf für die zweite Ausgabe des Platten-Talks hieß es am Dienstagabend, dem 17. April, im Nachbarschaftshaus. Scheinbar zwei ganz verschieden geprägte Menschen trafen sich auf dem Sofa im Dünenpavillon. Die wirtschaftsnahe Ruheständlerin Dr. Hannelore Helbig-Zschäpe und der Hamburger Politologe Uwe Jonas. Sie sollten als Synonyme für Wirtschaft und Kultur gelten und der Frage nachgehen, ob beides in Einklang zu bringen ist. Moderatorin Stefanie Molthagen führte die beiden in souveräner Art auf einen letztlich recht harmonischen Pfad.
Denn spätestens bei der Aussage von Hannelore Helbig-Zschäpe, dass sie moderne Kunst mag, war die Brücke zu Uwe Jonas gebaut. Dazu kam Jonas Engagement im öffentlichen Raum, der ja auch der Wohnungswirtschaftsexpertin und heutigen Vorstandsvorsitzenden Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg ein Anliegen war und noch ist. Das anschaulichste Beispiel ist die rund 22.000 m² große Fläche um die Straßeneinmündungen Alt-Friedrichsfelde und Straße am Tierpark. Die drei Wandbilder wurden bis 2013 vom französischen Fassadenkünstler CiteCreation erschaffen.

Das ist auch das Jahr, in dem es Jonas nach Hohenschönhausen verschlug. Sein Arbeitsdomizil in der Auguststraße wurde ihm gekündigt und nun sollte es die Peripherie sein. In dieser ist er inzwischen als Kurator der Galerie "studio im HOCHHAUS" tätig, organisiert Projekte im öffentlichen Raum und widmet sich der Aufgabe, Kinder für die Kunst zu gewinnen. Sie seien aufgeschlossener, neugieriger und flexibler als Erwachsene. Helbig-Zschäpe sieht dieses Engagement mit Freude und wünscht sich noch, dass öfter auch zu einem Buch gegriffen würde und weniger die mobile Technik den Alltag prägt. Kinder und Jugendliche sind auch ein Thema ihrer Stiftungsarbeit. Ein Partner ist das Kinderhaus in Mark Brandenburg. Mit ihren Fördergeldern wird mal eine Reise bezahlt, Instrumente gekauft oder Unterrichtsmaterialien bereitgestellt.

Letztlich war es ein Talk der leisen Töne zu dem ganz harmonisch die Musik von Pan Chimzee passte, der mit seinen Eigenkompositionen den Nerv des Publikums traf. Besonders, als er bei dem Titel Cauliflower - von ihm selbst als Finger-Style-Musik bezeichnet - die Gitarre zum Zupfinstrument umfunktionierte (siehe auch Bild). Nun darf man auf die nächsten Gäste am 12. Juni gespannt sein.


Diskussionsrunde zwischen Wirtschaft und Kultur

13. April 2018
Unterhaltsames "Brunnengeflüster" im Rahmen der Kulturbühne

Es war ein amüsanter Freitagabend, noch dazu ein 13., an dem im Dünenpavillon des Nachbarschaftshauses der wohl ungewöhnlichste Film über den Mühlenradbrunnen und seinen Kiez gezeigt wurde. Ein von den Machern, die sonst mehr Dokumentationen anbieten, als Theater-Film bezeichneter Geschichtsabriss. In sich abwechselnden Spiel- und Dokumentarszenen ließ man die Geschichte des Mühlengrundes auferstehen. Der Zuschauer erfuhr von den Anfängen mit einer Holländer Mühle bis hin zu einem ehemals prosperierenden Zentrum nach dem Bau der Neubausiedlung in den 1980er Jahren. Ein Wahrzeichen damals der am 14. April 1986 eingeweihte Brunnen. Alte Aufnahmen zeigen tausende Menschen, die zur Einweihung kamen. Inzwischen ist es dem Brunnen wie seinem Umfeld ergangen, eher schlecht.

Die Macher um Werner Schwarz und Björn Seidel-Dreffke wollen mit diesem Experiment an den Brunnen, seinen Schöpfer Achim Kühn und an die Menschen, die hier wohnen und wohnten und deren Erlebnisse und Geschichten erinnern. Vor allem dem Kiezaktiv und der Bereitschaft des Künstlers Kühn ist es überhaupt zu verdanken, dass im November 2014 der zuvor restaurierte Brunnen eine zweite Chance bekam. Ob seine letzte, wir wissen es nicht.

Dass die Brüche in der Biographie des Brunnens und letztlich auch der hier wohnenden Menschen alte Narben nicht schmerzen ließen, lag an den mit Spitzen und Spitzfindigkeiten gespiegelten Zeitgeist der unterschiedlichen Zeitabschnitte. Die Filmemacher der Arbeitsgemeinschaft Initiative Audio-Visuelle Medien für soziale Themen (IAVM) zeigten einprägsam, dass es Kunst heute schwer hat, wenn sie nicht gefördert wird. So konnte nur durch das Bundesprogramm Stadtumbau Ost das Brunnenumfeld überhaupt saniert werden. Nun aber fehlt das Geld, um den Betrieb kontinuierlich zu sichern. Keine guten Vorzeichen für den "Pusterich".

Mühlenradbrunnen


"Meine erste 6,0" - Christine Stüber-Errath zu Gast in der "Blauen Stunde"

Wenn jemand Weltmeisterin, dreifache Europameisterin und Gewinnerin weiterer Medaillen in seiner Traumsportart Eiskunstlauf war, dann müssten doch in diesem Leben alles nach Wunsch verlaufen sein?
So oder so ähnlich waren bestimmt die Vorstellungen der 40 TeilnehmerInnen im Nachbarschaftshaus an dieser Buchlesung der besonderen Art am 11. April, der "Show zum Buch". Weit gefehlt! In ihrer temperamentvollen Art demonstrierte Christine Stüber-Errath, dass neben den bekannten Erfolgen auch oft Abstürze ihr Leben bestimmten und wie sie sich nach dem Hummel-Prinzip wieder nach oben kämpfte. Angefangen hat sie als 5-jähriges Pummelchen, das ulkig genug war, um nicht übersehen zu werden. Eindrucksvoll war auch die Kombination eines Interviews, das sie als 9-jährige gab, in dem sie selbstbewusst verkündete Europameisterin werden zu wollen und dem folgenden Video der Kür zur EM in Köln 1973, bei der sie genau dieses Ziel in der gewohnten Eleganz erreichte.

Lustige Episoden wie die über die Kostüme, die immer Mama schneiderte, die Schlittschuhe, die sich zur richtigen Zeit wieder fanden, wechselten mit wehmütigen wie die Erinnerungen an die besonders interessanten und fairen Sportreportagen durch Heinz-Florian Oertel. Den Männern in ihrem Leben hatte Christine Stüber-Errath auch einige wichtige Abschnitte gewidmet, zum Beispiel Kolja, dem verrückten russischen Fan oder Frank Schöbel, mit dem sie eindrucksvoll als Paar zum "Liebestraum" von Liszt tanzte, obwohl wir heute wissen, dass die Kostüme viel zu eng waren. Nachdem sie als 19-jährige mit dem Eiskunstlauf abschloss, traute sie sich für den Film "Die Anfängerin" nach langer Zeit wieder aufs Eis. Inzwischen trainiert sie wieder regelmäßig und zeigte abschließend in einem kurzen Ausschnitt aus einer Schaulaufveranstaltung, dass sie auch mit 60 nichts von ihrem Können und ihrer Ausstrahlung verloren hat.

Christina Errath stellt ihr Buch vor

Quelle Hintergrundbild: Bundesarchiv Bild 183-M0802-0021, Christine Errath am 2. August 1973



Weitere Erinnerungen im Archiv    


Rückblick auf Veranstaltungen

außerhalb des Nachbarschaftshauses


4. August 2018
Aus dem Ostseeviertel an die Ostsee!

Wenn die Ostsee lockt, wer wollte da zuhause schwitzen. Das dachten sich jedenfalls 52 Erwachsene und 8 Kinder am 04. August und machten sich auf die Reise nach Warnemünde. Eingeladen und organisiert hatte das Ganze der VaV, und an diesem Samstag kümmerten sich Silke Tews und ihre fleißigen Helfer Manuela, Christiane und Nazih um die Reisegesellschaft.
Der Beginn gestaltete sich leider etwas schwierig, d.h. bis Oranienburg ging es noch ganz gut, denn da hatten alle ihren Sitzplatz. Als aber dann der Regionalexpress vom Hauptbahnhof kam, wurde offensichtlich, dass die Deutsche Bahn, den Drang zur See total unterschätzt hatte. Also schichteten sich die VaV-Reisenden, wie die Heringe in den bereits überfüllten Zug ein. Und obwohl die Sitzplätze Mangelware blieben, die gute Laune dagegen nicht.

Warnemünde entschädigte dann alle für das unfreiwillige Schwitzbad. Egal, ob man sich gleich in die immer noch erfrischende Ostsee stürzte, am alten Strom, die Schiffe passieren ließ, am Teepott nicht nur Tee trank, mit dem Mini-Zug eine Rundfahrt unternahm, Karls Erdbeerdorf besuchte, in den zahlreichen Boutiquen shoppen oder in der Fischerklause, natürlich Fisch essen ging - das Ostseebad Warnemünde hatte für alle etwas zu bieten.

Und heimwärts ging alles viel entspannter. Dank des Einsatzes von Silke und dem eines freundlichen Bahnmitarbeiters, war genug Platz für alle, um diese schöne, erlebnisreiche Reise auch gebührend zu beschließen. Und die übereinstimmende Meinung aller: Liebe Leute vom VaV, das dürft Ihr gerne wiederholen!


Warnemünde-Eindrücke

29. Juni 2018
10. Kiezfest - wer nicht dabei war, hat was verpasst!

Ein Superwetter und Bombenstimmung beim 10. Kiezfest im Ostseeviertel, das am Freitag, den 29. Juni, wie immer am Malchower See stattfand. Das Wetter war für alle, die schon öfter dabei waren, eine angenehme Überraschung, denn diesmal fiel das Fest nicht ins Wasser.
Es gab viel zu sehen, es gab viel zu hören und es gab vieles, bei dem man sich beteiligen konnte, beim Armbrustschießen, beim Torwandschießen oder bei der Feuerwehr. Natürlich war der Vav mit seinen vielen fleißigen Helfern vertreten. Die Strickfrauen von Carola boten wie immer gut gelaunt ihre Exponate an. Das Familienzentrum Grashalm hatte spezielle Angebote für junge Familien. Selbsthilfegruppen, wie Horizont aus der Ahrenshooper Straße u.a., stellten ihre Möglichkeiten vor, genauso wie die Judoka, die regelmäßig im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel trainieren.
Höhepunkte auf den Bühne waren natürlich die Tänzer. Die Paartänzer der Silver-Eagle-Line-Dancer eröffneten das Programm und heizten mit Countrymusik und Begeisterung die Stimmung der zahlreichen Besucher an. Dann folgten die Silver-Eagle-Kids, die selbst schwierige Tänze mit gekonnter Leichtigkeit meisterten und mit ihrer Tanzkleidung in Pink-Schwarz einen tollen Anblick boten. Ihnen folgten im Programm die jungen Judoka und die Tanzkiste Berlin.

Kiezfest Malchower See

20. Juni 2018
Fest zum Weltflüchtlingstag

Schon mehrfach hat der OCB den Weltflüchlingstag mit einem Fest, auch für die Kinder und Jugendliche des gegenüberliegenden Wohnheims, organisiert. Wie immer war das Programm vielseitig und bunt wie die Besucher selbst. Das Besondere an diesem Fest war die Organisation. In die Vorbereitung wurden erstmals umfangreich die Kinder und Jugendlichen einbezogen. Vielen wurde dabei klar, welcher Aufwand hinter einem gelungenen Fest steckt.
Am Tag vor der Veranstaltung wurde Kuchen gebacken und bis zuletzt in der Küche gewirbelt und im Freigelände aufgebaut. Beste Voraussetzungen, dass kurz nach 15.00 Uhr das Buffet eröffnet werden konnte und von da ab Stärkung und Getränke bereithielt.
Das offizielle Programm startete mit einer Begrüßung durch die Einrichtungsleiterin Frederike Grabner und an ihrer Seite Hussam als Co-Moderator, praktisch als Sprecher der Kinder und Jugendlichen. Wie stets durften an diesem Tag auch die Altersgrenze unterschritten werden.
Hilfe bekamen die Organisatoren vom zweiten Jugendclub des VaV, dem Kontaktladen VIP, der sich mit einem Geschicklichkeitsstand präsentierten. Auch dabei Mitarbeiter von Gangway und Lichtblick e. V. Zu Besuch kamen Vertreter der Projekte für geflüchtete Menschen "Willkommen-in-Arbeit" - Büro Lichtenberg und "Jugendliche ohne Grenzen".
Das Bühnen-Programm eröffneten die Clowninnen des Duos Sti & Stu mit humorvollen Spielszenen in einem imaginären französischen Restaurant. Schon traditionell dabei HipHoper MC Josh. Nach Kong & Fire gab es dann zum Abschluss Wasserball.


Solidarisches Kiezfest

7./8. Juni 2018
25. Lichtenberger Sozialtage im Lindencenter

Zwei Tage dominierten Stände und Veranstaltungen rund um das Thema soziales Engagement in Lichtenberg das Lindencenter in Hohenschönhausen. Unter den rund 60 Organisationen und Trägern, die an rund 20 Ständen den Besuchern ihre Arbeit und Programme vorstellten, präsentierte sich auch der VaV. Schwerpunkt in diesem Jahr war der Bereich Ambulante Wohnhilfe.
Das vielfältige Programm eröffneten die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin der Abteilung Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit, Birgit Monteiro, und der Gastgeber der Veranstaltung, Center Manager Michael Dittrich.

Birgit Monteiro nutzte mit ihrer Eröffnungsrede die Gelegenheit, auch die Bedeutung Ehrenamtlicher und freiwilligen Engagements zu würdigen und die Träger, Vereine und Organisationen in Lichtenberg als wichtige Partner des Bezirksamtes bei der Arbeit im Kiez hervorzuheben.
Einer guten Tradition folgend, wurden im Anschluss an die Eröffnung der 25. Sozialtage besonders engagierte Bürger mit der Ehrenamtskarte ausgezeichnet. Insgesamt erhielten sieben Frauen und fünf Männer diese Anerkennung. Erfreulich aus Sicht des VaV, auch zwei Ehrenamtliche der Begegnungsstätte Warnitzer Bogen, die seit 2015 eine Kooperationsprojekt mit dem Bezirksamt ist.
Unter den Ausgezeichneten auch ein syrisches Brüderpaar, das seit 2016 ehrenamtlich im Haus der Generationen (RBO – Rehabilitationszentrum) engagiert die dortige Arbeit unterstützt. In den Laudationen wurden vielfältige Initiativen der Gewürdigten hervorgehoben. Sie leiten Zirkel und Kurse, sichern Veranstaltungen ab, warten die Technik, prägen Projekte und überzeugen mit Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis für Mitmenschen und besonderer Kreativität.

Nach der Auszeichnung führte der Rundgang der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin auch am Stand des VaV vorbei, wo sich Birgit Monteiro bei zwei Mitarbeiterinnen der Wohnhilfe nicht nur über deren Aufgaben informierte, sondern auch ihr Glück beim Rad drehen versuchte.

Die vielfältigen, meist ernste Themen, die an den Ständen dargestellt wurden, reichten von der Pflegeberatung über Wohnungslosigkeit bis Ehrenamtstätigkeit. Im Kontrast dazu standen die Programmpunkte des Bühnenprogramms. Ob das Duo Chili, die Silver Eagles - Line Dance Tanzkiste Berlin e.V. oder Gipsy Fuego mit einer Kombination aus spanischem Flamenco und ungarischer Gipsy-Tradition, hier erlebten die Zuschauer und Zuhörer unterhaltende und beschwingliche Kost.

Sozialtage 2018


18. Mai 2018
Der V.I.P. Flohmarkt - Schnäppchenjagd für jedermann

Schon vor dem offiziellen Beginn am 18. Mai war das Ausrichterteam beschäftigt. Die einen kümmerten sich um delikate Schnittchen, andere machten Obst zurecht oder drapierten ansprechend verschiedene Leckereien. Schließlich sollten sich Verkäufer wie Käufer bei dem diesjährigen Flohmarkt des Kontaktladens wohlfühlen.

Die Verantwortlichen waren jedenfalls auf alles vorbereitet und während drinnen für das leibliche Wohl hantiert wurde, füllten sich draußen allmählich die Tische auf der großen Freifläche der Einrichtung. Manche Kinder brauchten mehrer Touren, um all ihre Schätze den erwarteten Kunden anzubieten. Von kleinen Plastikfiguren über DVDs bis hin zu Bekleidung in vielen Farben wurde alles feilgeboten, was im Kinderzimmer keine Verwendung mehr hatte. Meist waren die Preisvorstellungen im Zwei- bis Drei-Euro-Bereich, aber Hochwertiges sollte auch schon mal 50 Euro kosten. Wie stets bei Flohmärkten wurde auch hier später bei fast jedem Preis gehandelt und dass man sich nicht einig wurde, gehört zum Geschäft dazu. Bei einer solchen Vielfalt musste man schon geduldig sein. Das fiel gerade den Neulingen unter den Verkäufern nicht leicht, hatten doch gerade sie große Erwartungen an den Markt. Da half es auch nichts, dass ganz professionell eine Geldkassette den finanziellen Erfolg sichern sollte.

Etwas später kamen dann auch Kooperationspartner des Kontaktladens hinzu und beteiligten sich mit eigenen Ständen. So Kollegen der zweiten Jugendfreizeiteinrichtung des VaV, dem OCB, und vom Jugendclub Mikado.
Am Ende der Veranstaltungen erfüllten sich nicht alle Hoffnungen auf gut gefüllte Geldbörsen - aber Spaß hat es allen bereitet und die Verpflegung entschädigte für manch´ entgangenes Geschäft ...

Flohmarkt beim Kontaktladen

1. Mai 2018
Der Mai ist gekommen und die "Bunte Platte" fand großen Zuspruch!

Freundlicherweise hatte der 1. Mai diesmal sogar ausreichend Sonne im Gepäck, so dass die "Bunte Platte" in diesem Jahr wirklich strahlte. Zum zweiten Mal hatte der Bürgerverein Hohenschönhausen das Fest vorbereitet. Sonnenschein und Programm lockten dann auch viele, Kinder, Eltern, Großeltern auf die Grünfläche vor den Warnitzer Bogen. Nur der Wind machte besonders den Ständen zu schaffen. So mussten auch die Vertreter des VaV (Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen) besonders auf alle leichten Standmaterialien Acht geben (oberes kleines Bild).

Echt gut gelaunte Menschenmassen bevölkerten ab 11.00 Uhr das Areal an der Falkenberger Chaussee/Ecke Vincent- van-Gogh-Straße, wo schon traditionell das Treiben von Bürgermeister Michael Grunst und dem obligatorischen "Frühschoppendixiland" eröffnet wurde. Ob die Diskussionsrunde mit Politikern über kommunale Fragen, das Angebot der vielen Vereine oder die Bratwurst vom Grill, alles wurde gerne angenommen. Aktionen zum Mitmachen waren besonders beliebt, wie Airbrushing von KFK (Kietz für Kids), hübsche Ballettröckchen von der Tanz- und Kreativwerkstatt, Sport-Tipps oder die Stricksachen der Gruppe "Die Strickmädels". Und natürlich heizte die Gruppe "Atemlos" mit Schlagern zum Mitsingen die Stimmung kräftig an. Ein wirklich gelungenes Bürger-Fest für alle.


Frühlingsfest in Wartenberg


22. April 2018
Sommerfeeling beim Wartenberger Frühlingstag

Am 22. April lud zum 7. Mal der Wartenberger Frühlingstag die Menschen im Kiez ein - und diesmal auch bei bestem Wetter. Zum zweiten Mal fand der Trubel am Wartenberger Bahnhofsvorplatz direkt hinter dem Nachbarschaftshaus statt. Das bewegte und vielseitige Bühnenprogramm, ein Fahrradparcours und zahlreiche Informationen - nicht nur über das Thema Umweltschutz - vieler Vereine und Institutionen aus dem Kiez lockten ca. 900 Menschen aus den Häusern. Sicher waren der Geruch nach Bratwurst und die Aussicht auf ein leckeres Bio-Softeis oder einen veganen Wrap auch nicht ganz unschuldig daran, dass alle großen und kleinen Gäste rundum zufrieden wieder nach Hause gehen konnten.

Die Organistor*innen des Umweltbüros dankten dem Nachbarschaftshaus für die gute Kooperation und alle Mitwirkenden schicken ein großes Dankeschön an die vielen Helfer*innen für ihre Unterstützung.


Frühlingsfest in Wartenberg



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